Des Kaisers neue Kleider


nach H. C. Andersen in der Bühnenfassung von Roman Freigaßner-Hauser


 

Ein Kaiser lässt sich von zwei Betrügern für viel Geld neue Gewänder weben. Die Betrüger behaupten, die Kleider seien nicht gewöhnlich, sondern könnten nur von Personen gesehen werden, die ihres Amts würdig und nicht dumm seien. Sie überreichen „nach getaner Arbeit“ dem Kaiser die neu gewebten Kleider. Aber aus Eitelkeit und Unsicherheit sagt er nicht, dass er sie nicht sehen kann und auch die Menschen, denen er seine neuen Gewänder präsentiert, heucheln Begeisterung über die scheinbar schönen Stoffe vor. Aus Furcht um seine Stellung und seinen Ruf spricht niemand die offensichtliche Wahrheit aus. Vor die Entscheidung gestellt „Wohlstand oder Wahrheit“, entscheidet man sich gegen die Wahrheit und für die materiellen und sozialen Vorteile, denn man könnte ja für amtsunfähig gehalten werden, spräche man die Wahrheit aus. Alle haben Angst vor einer negativen Bewertung durch ihre Mitmenschen und vor negativen Konsequenzen für ihren Ruf und ihre Stellung. Darum möchten sie sich unbedingt so verhalten, wie es von außen gewollt ist. Motiviert durch den Wunsch, gemocht zu werden und dazuzugehören, zeigt jeder in der Öffentlichkeit erhöhte Konformität, auch wenn dies bedeutet, gegen die eigenen Überzeugungen zu handeln. Andersen kritisiert auf der einen Seite die unkritische Akzeptanz vermeintlicher Autoritäten und Experten und hält uns auf der anderen Seite vor Augen, wozu Leichtgläubigkeit, blindes Vertrauen und Gruppendruck führen können.

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