Aktuelles


Festspiel-Jury wählt die schönsten Bilder aus

Viele junge Künstler haben beim Malwettbewerb der Festspiele Wangen wunderschöne Gemälde zum Thema „Aladdin und die Wunderlampe“ eingereicht.
So war es für die Jury aus Reiner Fritz, Vorsitzender des Galeriekreises (links), Silke Vielhaber, Mitarbeiterin im Kultur- und Sportamt (Mitte), Susanne Müller, Mitarbeiterin in Sachen Presse bei den Festspielen Wangen (rechts), sowie Sandra Poggemann, Mitglied im Festspiel-Verein (nicht im Bild) keine leichte Aufgabe, die Sieger zu ermitteln.
Nach intensiver Beratung kamen die Juroren zu folgenden Ergebnissen: Sieger bei den Jüngsten wurde Lennart Kläring, Opfenbach, den zweiten Preis bekommt Hannes Hölzel, Wangen, und der dritte Preis geht an Finja Euscher, Sigmarszell. In der mittleren Gruppe gewann Beyza Arslan, Wangen-Primisweiler den ersten Preis; Zweiter wurde Kilian Kläring, Opfenbach, und den dritten Preis erhält Michelle Prinz, Wangen. Unter den ältesten Künstlern siegte Noah Spallek, Wangen, vor Kristin Euscher, Sigmarszell und Jana Mayr, Wangen.



Das Team der Festspiele

Das Team der Festspiele Wangen 2018: Steffen Happel, Lukas Kientzler, Selina Nowak, Dominique Wiesbauer, Magdalena Oettl, Elke Gattinger, Alexander Kruuse Mettin (vorne, von links), Florian Hackspiel, Andreas Ricci, Peter Raffalt, Lesley Jennifer Higl, Selina Ströbele und Melody Bayer (zweite Reihe von links), Bauhofmitarbeiter Klaus Bodenmüller und Georg Bilgeri (hinten von links).

Auch für die Laienschauspieler haben die Proben bereits begonnen. Foto: Christoph Morlok

Probenstart bei den Festspielen

Die Proben für die Festspiele Wangen 2018 haben begonnen. Seit Montag ist das Ensemble zusammen und studiert unter der Regie von Peter Raffalt die Aufführungen von Ben Jonsons „Volpone. Der Fuchs“ und von „Aladdin und die Wunderlampe“ ein.
Oberbürgermeister Michael Lang hieß das Team in Wangen herzlich willkommen. Er dankte den Schauspielerinnen und Schauspielern und allen, die rund um die Bühne arbeiten, dafür, „dass Sie den Sommer in Wangen verbringen.“ Großen Respekt zollte er dem Verein, der nun in der achten Spielzeit die Voraussetzungen dafür schafft, dass in der Wangener Altstadt den Sommer über professionell Theater gespielt werden kann. „Die Festspiele sind Teil dieser Stadt“, sagte Lang und versicherte Verein und Profis der Unterstützung durch die Stadt Wangen. Als wollte der städtische Bauhof dies unterstreichen, hatten Georg Bilgeri und Klaus Bodenmüller bereits große Teile der Bühnenkonstruktion aufgebaut. „Das ist ja großartig, dass die Bühne schon zu Beginn der Proben steht“, freute sich dann auch Peter Raffalt, der als Künstlerischer Leiter die Produktion insgesamt verantwortet.
Konzipiert wurde sie – wie 2017 – von Dominique Wiesbauer. Und auch Kostümbildnerin Elke Gattinger stellt sich wieder in den Dienst der Festspiele Wangen.
„Ich freue mich riesig wieder hier zu sein“, sagte Magdalena Oettl, die im vergangenen Jahr ein höchst aktives Mäuschen in „Der gestiefelte Kater“ gespielt hatte. Ebenfalls zurückgekehrt ist Florian Hackspiel, der 2017 unter anderem als Erzähler im „Kater“ auftrat. Und mit Lukas Kientzler kommt noch ein weiterer Akteur nach Wangen zurück. Er ist vielen Wangenern als Hahn Caruso in „Petterson und Findus“ und als Pierre aus „Der Vorname“ von den Festspielen 2015 in Erinnerung. Kaum waren am ersten Vormittag die technischen Dinge geklärt, ging es auch schon hinein in die Leseproben. Die Schwäbische Zeitung wird in den kommenden Wochen das Team der Festspiele vorstellen.

Gewissen, Geld und Gier

Die Festspiele Wangen packen ein aktuelles Thema an

Foto von der Pressekonferenz im Rathaus Wangen

Pressekonferenz der Festspiele Wangen im Rathaus Wangen. Künstlerischer Leiter und Regisseur Peter Raffalt erkärt seine Überlegungen zu der Stückauswahl.


Die Festspiele Wangen (FSW) packen in der Saison 2018 ein immer wieder und vielleicht gerade heute sehr aktuelles Thema an: Es geht um das Verhältnis von Gewissen, Geld und Gier, wie der Künstlerische Leiter, Peter Raffalt, bei der Pressekonferenz erläuterte. Dass bei aller Ernsthaftigkeit dieses Inhalts, die Festspiele eine fröhliche Angelegenheit werden, davon darf man ausgehen. Denn im Hauptprogramm zeigen die FSW Komödien.

Gezeigt werden im Zunftwinkel die Stücke „Volpone. Der Fuchs“ nach dem Shakespeare-Zeitgenossen Ben Jonson, „Aladdin und die Wunderlampe“ aus Tausendundeiner Nacht, sowie „Heute Abend: Lola Blau“ von Georg Kreisler und „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind. Geld und Gold spiele seit dem Beginn der Geschichtenüberlieferung eine große Rolle, wie sich am Beispiel des „Tanz um das goldene Kalb“ sehen lasse, sagte Raffalt. Dabei sei Geld eine großartige zivilisatorische Errungenschaft. „Geld ist einerseits die Wurzel unseres Schuldenwesens. Andererseits ist es ein Unwesen, das Beziehungen der Menschen messbar macht“, sagte er. Tatsache sei auch, dass die Menschen immer mehr davon haben wollten. Die Finanzkrise habe letztlich die Fragilität des Systems gezeigt. Und die Frage stelle sich: Macht Geld unmoralisch? Dass Geld die Menschen nicht per se korrumpiere, davon ist der Künstlerische Leiter der FSW überzeugt – aber eben auch davon, dass Geld die Welt regiert.

Das hat auch der wohlhabende Volpone längst durchschaut. Er weiß um die Magie des Geldes und versteht es, seine Strahlkraft mit spitzbübischer List und pfiffigem Verstand zu nutzen, um damit sein Vermögen zu vermehren. Ein bisschen anders verhält es sich bei der Geschichte „Aladdin und die Wunderlampe“. Sie zeigt wie verschieden Menschen auf Geld und Reichtum reagieren können. Der geldgierige Magier zerbricht daran, dass er immer mehr Reichtümer anhäufen will, während der gereifte Aladdin erkennt, dass er das wahre Glück nur durch eigene Initiative erreicht.

Am Rande spielen in Georg Kreislers „Heute Abend: Lola Blau“ auch das Geld und die Frage eine Rolle, wie weit sich manche Menschen verbiegen müssen, um überleben zu können. Und nicht zuletzt steckt auch „In der Kontrabass“ das Thema Geld. Denn der einsame Kontrabassist, angestellt in einem hochkarätigen Orchester, leidet einerseits unter seinem Leben als Beamter, andererseits fehlt ihm der Mut, aus der Sicherheit herauszutreten.

Im Team der Schauspieler gibt es bekannte Gesichter

Acht Schauspielerinnen und Schauspieler werden die Stücke spielen, unterstützt vom sechsköpfigen Team rund um die Bühne. Drei Schauspieler sind „Wiederholungstäter“: Florian Hackspiel und Magdalena Oettl waren 2017 dabei, Lukas Kientzler spielte 2015 im Zunftwinkel. Dazu werden wieder Laienschauspieler und Kinder kommen, die im Familienstück mitmachen. „Ich bin gespannt, wohin die gemeinsame Arbeit uns treiben wird“, sagte Peter Raffalt. Probenbeginn ist am Montag, 4. Juni. Bei der Vorstellung dabei war Schauspielerin Selina Ströbele. Sie kommt ursprünglich aus Markdorf, wo heute noch ihre Eltern leben. Sie selber arbeitet aber seit zehn Jahren in Wien. „Ich freue mich darauf, die Arbeit und meine Familie verbinden zu können“, sagte sie.

Viele Verbindungen von Wangen und Überlingen

„Die Festspiele Wangen sind das Kulturprogramm im Sommer und inzwischen ein Wirtschaftsfaktor in der Stadt.“ Mit diesen Worten beschrieb Oberbürgermeister Michael Lang die Wirkung des Wangener Theaters im Zunftwinkel. Er zeigte sich sehr erfreut darüber, dass in dieser Saison erstmals eine Kooperation mit dem Sommertheater Überlingen stattfindet und erinnerte an die zahlreichen Verbindungen, die es im Lauf der Geschichte mit Überlingen gab und gibt. Nicht zuletzt das Thema Landesgartenschau verbindet die beiden Städte heute, denn Überlingen ist auf dem Weg zur Schau 2020 und Wangen bereitet sich auf 2024 vor.

Neues Bindeglied – Theater im Sommer

Wenn die Festspiele Wangen am 26. August zu Ende gehen, werden Bühne, Requisiten und Kostüme eingepackt und nach Überlingen umgezogen. Dort werden die Schauspieler noch weitere drei Wochen im Park beim Kapuziner mit demselben Programm auftreten. Die Organisation übernehmen der Förderverein Sommertheater Überlingen und die BÜHNE gGmbH mit finanzieller Unterstützung der Stadt Überlingen. mehr...

Festspiele Wangen bestens ausgelastet

„Die Festspiele Wangen beleben die Altstadt“, sagte Lang. Und insbesondere das Familienstück sei auch ein Magnet für Urlauber, die mit ihren Kindern in der Region Ferien machten. In der letzten Spielzeit kamen rund 7000 Zuschauer zu allen Stücken, wie der 1. Vorsitzende Manfred Wolfrum ausführte. Das bedeutet eine gut über 90-prozentige Auslastung. Die Besucher kommen im Wesentlichen aus der Region, erreichen aber auch Theaterfreunde über den unmittelbaren Umkreis von 20 Kilometern hinaus. Das Gesamtbudget belief sich 2017 auf rund 250 000 Euro. Es wird gespeist aus Zuschüssen von Seiten des Landes Baden-Württemberg, der Kommune, den Eintrittsgeldern und – sehr wichtig – durch die Beiträge der Sponsoren. Auf sie hofft das Team der Festspiele Wangen auch 2018 wieder.


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