Pressekonferenz 2019


Festspiele Wangen starten in die Saison 2019
Hohe Wertschätzung durch Sponsoren

Mit großer Vorfreude starten die Festspiele Wangen in ihr neuntes Jahr. Bei der Pressekonferenz im Rathaus erläuterte der Künstlerische Leiter, Peter Raffalt, die Auswahl der Stücke. Die beiden Vorstände der Festspiele Wangen, Manfred Wolfrum und Christoph Morlok, gingen auf Fragen zur Organisation ein, und Oberbürgermeister Michael Lang dankte all jenen, die sich um die Festspiele verdient machen. „Wenn man die Anfänge kennt, muss man dankbar sein für die Entwicklung, die die Festspiele Wangen genommen haben“, sagte er.
Daran knüpfte Manfred Wolfrum an: „OB Lang hat uns von Anfang sehr unterstützt. Und dennoch hätte ich vor neun Jahren nicht gedacht, dass wir hier ankommen.“ Auf drei Säulen stehen die Festspiele nach seinen Worten: den Sponsoren, der öffentlichen Hand aus Land Baden-Württemberg und Stadt Wangen sowie den Zuschauern. Neu unter den Sponsoren ist Lotto Baden-Württemberg. „Sie sind auf uns zugekommen und haben gefragt, ob sie uns unterstützen können“, sagte Wolfrum. Dies wie auch die Förderung durch das Land Baden-Württemberg sei ein besonderer Ausdruck an Wertschätzung für die Festspiele Wangen, sagte OB Lang.
Im dritten Jahr wird nun Peter Raffalt die Festspiele Wangen künstlerisch prägen. „Ich meine fast, wir hätten hier eben erst die Koffer gepackt, und nun geht es wieder los. Das ist ein gutes Gefühl, denn ich fühle mich hier in Wangen wohl und ich arbeite gern hier“, sagte er.
Beim Pressetermin waren vom 2019-er Team Selina Nowak und Magdalena Mikesch mit dabei. Selina Nowak war bereits im vergangenen Jahr rund um die Bühne in der Produktion tätig und wird in diesem Jahr zusätzlich für das Bühnenbild und die Kostümgestaltung für das Studiostück zuständig sein. „Ich freu mich schon sehr auf Wangen“, sagte sie.
Und auch die neue Regieassistentin und Produktionsleiterin Magdalena Mikesch blickt mit großer Vorfreude auf die Festspielzeit: „Ich bin gespannt auf Wangen“, sagt die Wienerin.
Was die Stücke angeht, besinnen sich Festspiele nach zwei englischen Klassikern, Shakespeare und Jonson, auf einen der bekanntesten deutschen Bühnenautoren, Heinrich von Kleist. Das gut 200 Jahre alte Stück „Der zerbrochne Krug“ habe zuerst Johann Wolfgang von Goethe inszeniert und dabei einen kompletten Reinfall produziert, sagte Raffalt.
Doch seit vielen Jahren sei dieses Stück eines der erfolgreichsten in der Theatergeschichte überhaupt. Dieser Erfolg erkläre sich unter anderem aus der „tollen Sprache“ und der minutiös entwickelten Geschichte um einen Richter, der über die Verfehlung urteilen soll, die er selber begangen hat. „Das ist kein Schenkelklopfer wie Volpone im vergangenen Jahr, und das macht es zur großen Herausforderung“, sagte Raffalt.
Von acht Personen, die Kleist in seinem Stück auftreten lässt, werden in Wangen sieben dabei sein. „Den Vater der Verlobten wir man nicht vermissen“ ist sich der Künstlerische Leiter und Regisseur sicher.

Das Familienstück „Der Zauberer von Oz“ sei, wenn man es genau betrachte, eine Geschichte um die Entwicklung des Mädchens Dorothy vom vorpubertären, gelangweilten Kind zur in sich gefestigten jungen Frau. Sie werde von einem Wirbelsturm in ein anderes, „cooles“ Land gewirbelt und wolle doch den Weg nach Hause finden - also zu sich selber – finden. Dabei suche sie den „Zauberer von Oz“, den ihr alle als eine Art Idol schildern. Doch stelle sie gemeinsam mit ihren unterwegs gewonnenen Freunden fest: Der Zauberer ist alles andere als die glorifizierte Figur. „Er ist ein Fake“, sagte Raffalt. Und so erkenne nicht nur Dorothy, sondern auch ihre drei Begleiter – der Blechmann, der Strohmann und der Löwe – wo ihre Stärken liegen. Die ganze Geschichte wird mit viel Musik erzählt, die wie im vergangenen Jahr von Georg Brenner eigens geschaffen wird.

Sehr stolz ist Peter Raffalt auf die Entscheidung, die der Verein der Festspiele gemeinsam mit ihm getroffen hat, das Ein-Personen-Stück „All das Schöne“ von Duncan Macmillan ins Programm zu nehmen. Die englischsprachige Presse kommentierte dieses neue Stück absolut euphorisch und als eins der witzigsten Theaterstücke überhaupt – und das obwohl es auf der Basis von Suizid und Depression handelt. „Es kann passieren, dass Sie mitspielen müssen, wenn Sie dabei sind“, gab Raffalt den Zuhörern augenzwinkernd als Warnung mit auf den Weg.
Was also ist das verbindende Element zwischen diesen drei komplett unterschiedlichen Stoffen? Peter Raffalt spricht vom Thema Werte. Bei Dorothy im „Zauberer von Oz“ sei es die Suche nach Werten, in „All das Schöne“ die Werte-Erhaltung und im „Zerbrochnen Krug“ der Werteverfall, indem Richter Adam als Negativbild erscheine.

Jeden Donnerstagabend um 18.30 Uhr wird Peter Raffalt eine Einführung zum „Zerbrochnen Krug“ geben. „An dieser Einführung können alle Besitzer einer Abendkarte teilnehmen – egal für welchen Termin sie diese Karte haben“, sagte Vorstand Christoph Morlok.

Auch 2019 werden wieder Laienschauspieler aus Wangen mitspielen. Das erste Treffen fand gleich im Anschluss an die Pressekonferenz statt. Da in den Stücken keine Statisten vorgeschrieben sind, wird Peter Raffalt die Szenen so umschreiben, dass die Wangener Kinder und Erwachsenen ihre Rolle finden werden. Probenstart ist am 3. Juni 2019.


Karten Abendstück

Hier können Sie Karten für das Abendstück bestellen.


Plakat: Der zerbrochne Krug
Karten Familienstück

Hier können Sie Karten für das Familienstück bestellen.


Plakat: Der Zauberer von Oz
Karten Studiostück

Hier können Sie Karten für das Studiostück bestellen.


Plakat: All das Schöne
Gutscheine

Hier können Sie Gutscheine für die Festspiele bestellen.






Sie haben Fragen zu den Festspielen Wangen ?

Senden Sie uns bitte eine Nachricht. Danke