Festspiele Wangen

Der Mäusechor steht schon

Kindercasting der Festspiele Wangen verläuft sehr erfolgreich

17 Kinder und Jugendliche haben sich am Freitag beim Casting für die Festspiele Wangen eingefunden und alle werden im Sommer dabei sein, wenn der „gestiefelte Kater“ über die Bühne im Zunftwinkel schleicht. Nach einem kurzen Warm-up hieß es bei einem Reaktionsspiel Aufmerksamkeit beweisen. Weil ein Mäusechor im Familienstück singen soll, stimmten die Kinder mit Schauspielerin Elisabeth Ebner ein paar fröhliche Lieder an. Und nachdem sie eine flotte Sohle hingelegt hatten, freute sich Regisseur Peter Raffalt und kommentierte: „Da müssen sich die Schauspieler anstrengen, dass sie mit euch mitkommen.“ Zwei Mamas ließen sich leicht für kleine Rollen als Bauerinnen gewinnen und zwei alte Bekannte wird das Wangener Theaterpublikum voraussichtlich ebenfalls wieder treffen. Wer jetzt auch noch Lust hat, dabei zu sein, der kann sich unter: info@festspiele-wangen.de per Email melden. Gesucht wird insbesondere noch ein Junge, der einen Breakdance hinlegen könnte.

gespannt sind die Kinder auf das neue

Festspiele Wangen präsentieren: Viel Lärm um nichts – Der gestiefelte Kater - Der Kontrabass

Die Festspiele Wangen präsentieren 2017 als Abendstück mit William Shakespeares Komödie „Viel Lärm um nichts“ einen Klassiker, als Familienstück zeigen sie eine von Peter Raffalt modernisierte Fassung von „Der gestiefelte Kater“ nach Motiven des bekannten Märchens der Brüder Grimm. Doch damit nicht genug: Als drittes Stück spielt Peter Raffalt selber, das Studiostück „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind. Schließlich werden die Montage in der Festspielzeit der Literatur an wechselnden Orten in der Stadt gewidmet sein. Lesungen stehen dabei auf dem Programm, wobei der Künstlerische Leiter noch offenlässt, welcher Art der Ohrenschmaus im Detail sein wird – mit einer Ausnahme: „Es wird einen Abend mit Balladen geben - eine Gattung, die bei jungen Menschen schon fast verloren geht.“ Diese literarischen Schätze will er also wieder heben und ins Licht rücken. Das weitere Zusatzprogramm orientiert sich am Schauspielteam, das er derzeit noch zusammenstellt.


Außergewöhnliches Engagement

Peter Raffalt, der über viele Jahre am Wiener Burgtheater gearbeitet hat, zeigte sich beeindruckt, dass eine vergleichsweise kleine Stadt wie Wangen so eine Einrichtung wie die Festspiele hervorbringt und trägt. „Es ist nicht selbstverständlich, dass es so etwas gibt“, sagte er. Es sei außergewöhnlich, dass sich Menschen im Ehrenamt über Jahre für so eine kulturelle Einrichtung einsetzen. Und es sei auch nicht selbstverständlich, dass es dazu einen Oberbürgermeister, eine Landesregierung, Gönner und Sponsoren gebe, die mit ihrem jeweiligen finanziellen Beitrag diese Einrichtung unterstützen. Kultur ist unersetzlich So hätten auch die Festspiele Wangen einen Gemeinschaft stiftenden Charakter, weil die Menschen aus der Region dorthin gehen. „Kultur ist ein unersetzlicher Teil unseres Lebens, sie ist so etwas wie das Fitness Center für die Fantasie“, sagte Raffalt. Als Zuschauer steige man in reale Prozesse ein, die sich live auf der Bühne abspielten. Die Stadt Wangen lobte Raffalt als „unglaublich einladend“. Kindercasting im Frühjahr Auch die Festspiele Wangen 2017 werden wieder Kinder, Jugendliche und vielleicht sogar ein paar erwachsene Statisten brauchen. Im Frühjahr wird das Casting stattfinden.

Siebtes Jahr der Festspiele Wangen

Die Festspiele Wangen sind in ihrem siebten Jahr angekommen. „Ich hoffe, es wird nicht unser verflixtes siebtes Jahr“, sagte der Vorsitzendes des Vereins, Manfred Wolfrum. Mit Blick auf die vergangenen beiden erfolgreichen Sommer sagte er: „Die Festspiele sind mit ihrer fast hundertprozentigen Auslastung heute schon dort, wo wir anfangs hofften, vielleicht in zehn oder 15 Jahren zu sein.“ Diese Erfolgsgeschichte wollen sie jetzt fortschreiben.

Rückenwind von der Stadt Wangen

Viel Rückenwind gibt die Stadt Wangen dem Verein und den Künstlern mit auf den Weg. Oberbürgermeister Michael Lang richtete einen „großen Dank an Manfred Wolfrum und an alle, die für die Festspiele stehen.“ Toll sei, dass das Land die Festspiele Wangen finanziell unterstützt. Zudem verwies er unter anderem darauf, dass die Festspiele inzwischen ein Wirtschaftsfaktor in der Stadt seien. Denn über den Sommer ziehen sie Menschen aus dem ganzen Umkreis an. Und sie seien auch mit ihrem Anliegen, Kultur in die Stadt zu bringen sehr wichtig. Denn: „Die Festspiele erreichen ein Publikum, das sonst von Theater eher weniger angesprochen wird“, sagte er. Im Übrigen seien Karten für die Festspiele immer auch eine gute Geschenkidee, sagte OB Lang.

Tickets jetzt schon kaufen

Diese Idee lässt sich ab sofort umsetzen, denn Karten gibt es jetzt schon beim Gästeamt Wangen, Bindstraße 10, 88239 Wangen im Allgäu, Telefonnummer 07522/74-210 oder tourist@wangen.de und im Internet über www.festspiele-wangen.de.

Peter Raffalt (Künstlerischer Leiter - Regie), Dominique Wiesbauer (Bühnenbild) und Elke Gattinger (Gattinger)

Peter Raffalt (Künstlerischer Leiter - Regie), Dominique Wiesbauer (Bühnenbild) und Elke Gattinger (Kostümbild) sehen mit Freude auf ihre neue Augabe.



 

Eine Gruppe von den Kinder- und Jugendschauspielern hat sich erfolgreich bei dem Spaßbootrennen "d'Arge nab" beteiligt. Super Engagement der Kinder und auch der Eltern die tatkräftig die Gruppe unterstützt haben. Herzlichen Dank hierfür.

das boot mit dem Kirchturm auf der Argennoch ist das Boot an Land aber schon mit der Mannschaft besetztMannschaft an Bord

Die Festspiele Wangen 2016 sind beendet.

Die Kinderschauspieler begeisterten den Festspielverein und die Profischauspieler durch eine hervorragend nachgespielte Szene aus dem "kleinen Gespenst" während der Abschiedsveranstaltung der Festspiele Wangen 2016. Sofort war zu spüren, dass hier große Talente heranwachsen. Die Kinderschauspieler begeisterten den Festspielverein und die ProfischauspielerDie Kinderschauspieler begeisterten bei durch ihre spontanen Vorstellung einer Szene des kleinen Gespenstes

Die Profischauspieler waren von der Darbietung der Kinder begeistert Dafür gab es dann auch begeisterten Applaus von den Profischauspielern und dem Festspielverein für diese jungen Nachwuchsschauspieler.Hermann J. Kogler und die Akteure des Festspielsverein bei einem  letzten Zaubertrick
Ein letzter Zaubertrick von dem Bürgermeister ( Hermann J. Kogler) konnte nichts ändern - die Festspiele Wangen 2016 sind vorbei. Bühne der Festspiele Wangen mit allen Akteuren bei der Verabschiedung Nach der letzten Vorstellung vom "kleinen Gespenst" bedankte sich der Vereinsvorstitzende Manfred Wolfrum bei allen Beteiligten die auf der Bühne und hinter den Kulissen zum Erfolg der Festspiele 2016 beigetragen haben.

DER ALTE KÖNIG IN SEINEM EXIL

Nach dem großen Erfolg im In- und Ausland hat Arno Geigers autobiografisches Buch DER ALTE KÖNIG IN SEINEM EXIL seinen Weg auf die Theaterbühnen gefunden.
Der Vorarlberger Autor erzählt darin die berührende Geschichte von seinem Vater August Geiger, dem die Erinnerungen durch seine Alzheimer-Krankheit langsam abhandenkommen. Brigitta Soraperras Inszenierung des Romans als Erzähltheater mit Musik ist jetzt an drei Abenden bei den Festspielen Wangen zu sehen. Hanno Dreher, Schauspieler beim Theater Karussell, leiht Vater und Sohn Geiger seine Stimme, Arno Oehri, Gründer und Musiker der Liechtensteiner Formation Klanglabor, unterstützt ihn mit einem bestrickenden Soundtrack. Ein Vorarlberger Männergesangsensemble verankert das „Textkonzert“ auf originelle Weise in Arno Geigers Heimat. Die unglaublich liebevolle und respektvolle Art und Weise, mit der das Verhältnis von Vater Geiger zu seiner Familie erzählt wird, ermöglicht einen durchaus hoffnungsfrohen Zugang zu dieser Krankheit. Hanno Dreher

Hanno Dreher leiht Vater und Sohn Geiger seine Stimme

Hanno Dreher

Hanno Dreher leiht Vater und Sohn Geiger seine Stimme



Ein Vorarlberger Männergesangsensemble verankert das „Textkonzert“ auf originelle Weise in Arno Geigers Heimat.

Weitere Aufführungen sind am Mittwoch den 17. August und Sonntag 21. August jeweils um 19:00 Uhr in der Häge-Schmiede

Die Schwäbische Zeitung schreibt über die Premieren:


Wangen - Auch mit dem Familienstück "Das kleine Gespenst" von Otfried Preußler haben die Festspiele Wangen eine erfolgreiche Premiere gefeiert.

Bei der ersten Vorstellung am Mittwoch waren bei tollem Wetter die Plätze im Wangener Zunftwinkel abermals voll besetzt. Lauten Applaus gab es für die Spukgeschichte von Burg Eulenstein mit dem kleinen Gespenst, das sich nichts sehnlicher wünscht, als die Welt einmal bei Tag zu sehen und das dann tatsächlich seine Truhe verlässt und tagsüber sein Unwesen treibt. Irgendwann merkt das kleine Taggespenst aber, dass es nun doch lieber wieder ein Nachtgespenst wäre.


Es geis­tert im Zunft­win­kel - aber wie

Die Festspiele Wangen inszenieren Otfried Preußlers Klassiker "Das kleine Gespenst"

Von Babette Caesar5. August 2016

Wangen - Die Festspiele Wangen trauen sich was, denn wie soll Regisseur Michael Götz es Nacht werden lassen bei helllichtem Tag und schönstem Sonnenschein. Ganz einfach - mit dunklen Nachtbrillen, die sich die Zuschauer immer dann aufsetzen, wenn Otfried Preußlers kleines Gespenst aus der knarrenden Kiste steigt. Richtig nachtdunkel wurde es bei der Premiere am Mittwochnachmittag im Zunftwinkel allerdings nicht. Geschadet hat es dem Stück aber auch nicht.

Viele Kinder und viele Erwachsene füllten die Ränge und warteten gespannt auf das Nachtgespenst. Es schläft wohl noch. Schließlich ist es taghell. Für alle Menschen, gleich welchen Alters, sei das Stück geeignet, freute sich Oberbürgermeister Michael Lang auf die Inszenierung. Und auch darauf, wie wohl Elisabeth Ebner als Sekretärin von Bühnen-Amtskollege Dr. Wendelin Kurzmeyer (Hermann J. Kogler) abschneide. "Mal sehen, wie sie das macht" - ausgezeichnet und sehr zum Vergnügen der Zuschauer, wenn Roswitha Kniesebein heftig nach Luft ringt, nur weil Kriminaloberwachtmeister Herbert Holzinger (Florian Thunemann) ihr den Kopf verdreht. Doch bevor es so richtig losging, verlieh Tobias Materna die Preise an die Gewinner des Malwettbewerbs: Alina Buske aus Lindenberg (1. Preis), Kilian Kläring (2. Preis) und Sarah Weh (3. Preis), beide sind aus Opfenbach.

Vor der Kulisse von Burg Eulenstein hat es sich der Uhu Schuhu (Stephan Ignaz) schon mal auf seinem Hochsitz bei einer guten Tasse Kaffee bequem gemacht. Es dunkelt - also bitte alle einmal unter die Sitze greifen und die Nachtbrille hervorholen - und auf dem Dachboden des Schlosses krabbelt das Gespenst aus seiner Kiste.

Grit Paulussen in weißem Federkostüm ist ein Gespenst von heute und mit einer Sprache von heute. "Och, tausch' doch nur einmal mit der Sonne, Mond. Dann ist hier endlich mal was los!" - und rasselt mit ihren 13 Schlüsseln. Los ist auf der Bühne viel - egal, ob tagsüber oder nachts. Mit ihrem lärmenden Lied "Spieß voran, drauf und dran, es schmettern die Trompeten!", gehen die Vollblutschweden - mit dabei Heike Trinker als Pauke schlagender General - dem Uhu Schuhu kräftig auf die Nerven. Sie verwandeln sich später, wenn aus dem weißen ein schwarzes Gespenst geworden ist, in Feuerwehrleute, Polizisten und Marktweiber. Alle sind auf der Jagd nach dem schwarzen Unbekannten, der sich vor den Kindern in einen Brunnenschacht rettet. Blickfang ist Florence Chauve-Souris (Elisabeth Ebner) im avantgardistischen Fledermauskostüm und mit französischem Akzent parlierend, wenn sie sich über ihre 17 Kinder echauffiert.

Starke Charaktere mit Sogwirkung



Wer dieses Treiben richtig in Fahrt bringt, sind Florian Thunemann und Herbert J. Kogler. Thunemann als Lehrer Felix Thalmayer mit Wollsocken und Gesundheitslatschen, umzingelt von Kindern der Klasse 3a der Grundschule von Eulenberg. Kogler als Hallodri und Uhrmachermeister Carl Zifferle, der bewaffnet mit der Ölkanne die Turmuhr oben auf dem Wehrgang in Schwung bringt. Im Kostüm des Rathauschefs mit Schwedenfähnchen auf dem Zylinder bietet er besten Slapstick zusammen mit Fräulein Kniesebein als Tippmamsell. Sie sind starke Charaktere und haben Sogwirkung auf ihr Publikum.

Zur großen 375-Jahrfeier rattert Torstenson (Heike Trinker) mit einem Elchmobil auf die Bühne. Nun wird aus dem Festspiel ein Gefecht mit dem Gespenst, das alles "vermasselt" zu seinem Leidwesen. Nein, kein großer Held ist das Gespenst, kichert es sich doch halb die Lunge aus dem Hals mit dem Degen in der Brust. Weiß will es wieder werden und zurück nach Eulenstein. Genug hat es vom wilden Treiben auf dieser Welt und bläst ein letztes "Täteratä" in seine Trillerpfeife.

Weitere Freilichtaufführungen des Familienstücks "Das kleine Gespenst" nach dem Buch von Otfried Preußler und unter der Regie von Michael Götz gibt es im Zunftwinkel bis zum 28. August jeweils freitags und samstags um 15 Uhr und sonntags um 11.30 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf im Gästeamt Wangen unter Telefon



"Peng" macht's und die sechsten Festspiele Wangen sind eröffnet mit dem Klassiker "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?".

Hermann J.Kogler als George in Wer hat Angst vor Virginia Woolf der Festspiele Wangen
Wangen - Sie gehen aufeinander los und werfen sich die übelsten Schimpfwörter an den Kopf. Dies vor einer kristallweiß leuchtenden Bühnenwand, montiert aus 2000 transparenten Gläsern. Vor ausverkauften Rängen haben die Festspiele Wangen am Donnerstagabend mit dem modernen Klassiker "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" des amerikanischen Dramatikers Edward Albee im Zunftwinkel Premiere gefeiert. Unter der Regie von Tobias Materna standen vier Protagonisten auf der Bühne, die sich aller ihrer Illusionen beraubten.

"Welch eine Bruchbude!"

2000 zu einer großflächigen Wand gebundene Gläser geben einen optisch beeindruckenden Bühnenhintergrund ab, vor dem Martha und George, Putzi und Nick ihre skandalösen Ehedramen ausschlachten. Die Gläser, schickte Tobias Materna in Anspielung auf das Stück voraus, sind zum größten Teil leer. "Sie werden gleich wissen, warum", fließen Wodka, Gin und Whiskey doch in Bächen durch die Kehlen von Martha (Heike Trinker), die ihrem George (Hermann J. Kogler) die Hölle heiß macht.

Sie geben sich beide nichts, ergötzen sich selbstzerfleischend an ihren jahrzehntelang erprobten Gesellschaftsspielen, die da heißen "Das Hausfrauenschändungsspiel" oder "Die Gästefalle". In letztere tappen Putzi (Grit Paulussen) als naiv-drolliges Anhängsel von Biologieprofessor Nick (Florian Thunemann), der in sommerlichen Shorts den Traum vom amerikanischen Muskelmann verkörpert. Von Martha mal als "Zuchtbulle" gepriesen, dann wieder als Spießer bloß gestellt.

Gastgeber und Gäste prallen gegen zwei Uhr morgens aufeinander, nachdem sie von einer Feier heimgekommen sind. "Welch eine Bruchbude!", erregt sich Martha lauthals sinnierend darüber, aus welchem Film wohl dieser Satz stammen könnte, um bei Betty Davis zu landen. Noch halten sich die Reibereien in Grenzen, wenn sie ihren Geschichtsprofessor George mit seinem Schmollmund hänselt. Mit "Mensch, bist du ein Waschlappen, ohne Mumm in den Knochen!", greift sie zu Härterem und auch immer wieder zur Flasche.

Heike Trinker inkarniert die Figur der adretten und sich jung gehaltenen, aber dennoch gescholtenen Ehefrau. Derjenigen aus den 1960er-Jahren entwachsen, in denen Albees Tragikomödie Premiere feierte, aber genauso den festgefahrenen Strukturen aus übermächtigem Vater und intellektuellem Gatten erlegen. Für Martha sind alle Versager, Jammerlappen und Schlappschwänze. Dass George sich in sie verliebt habe, dafür müsse er jetzt bestraft werden.

"George" in Bestform

George wiederum, dessen Zynismus Hermann Kogler bravourös in Szene setzt, steht im Erfinden von heimtückischen Taten in nichts zurück. Sobald er still und leise zur Flinte greift und es "Peng" macht zum großen Entsetzen der aufkreischenden Putzi. Oder er sich komplett entnervt auf einem Kissenberg niederlässt, in den Seiten eines Buchs über den Untergang des Abendlandes blättert, doch auch diese Abwehrstrategie der Talfahrt kein Ende bereitet. "Willst du den totalen Krieg?", fragt George. "Von mir aus, totaler Krieg!", kontert Martha. Putzi und Nick stehen für das junge aufstrebende Paar. Nur zeigt sich schnell deren brüchiger Lebensplan. Grit Paulussen wandelt sich von einer an den Wahn grenzenden Persönlichkeit hin zur liebenden Ehefrau, die sich bestenfalls an nichts mehr erinnert - mit einer umwerfenden Mimik vom alles glaubenden Dummchen, das seine Sehnsüchte im Alkohol erstickt. Florian Thunemann spielt den Muskelmann, der permanent zwischen allen Stühlen sitzt. Mal von Martha verführt und von George in abstruse Wortgefechte verwickelt, dient Putzi ihm als Fußabtreter.

Zur "Walpurgisnacht" wartet Regisseur Tobias Materna im zweiten Akt mit einer grotesken Tanz-Show auf. Zur "Austreibung" im dritten Akt ersinnt George ein neues "gar manierliches Spiel". Das vom endgültig für tot erklärten Sohn, den Martha so gern gehabt hätte. "Musstest du wirklich", fragt sie. "Es war höchste Zeit", antwortet er und man wird das Gefühl nicht los, dass sie ihre Illusionen nicht zum ersten Mal begraben haben.

Weitere Aufführungen des Dramas "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" gibt es im Zunftwinkel bis zum 27. August jeweils donnerstags, freitags und samstags um 19.30 Uhr.

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?: Von links Heike Trinker als Martha, Florian Thunemann als Nick, Grit Paulussen als Putzi und Hermann J. Kogler als George. Foto: Christoph Morlok Wer hat Angst vor Virginia Woolf?: Von links Heike Trinker als Martha, Florian Thunemann als Nick, Grit Paulussen als Putzi und Hermann J. Kogler als George. Foto: Christoph Morlok

Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Hermann J. Kogler (George) und Heike Trinker (Martha). Foto: Christoph Morlok Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Hermann J. Kogler (George) und Heike Trinker (Martha). Foto: Christoph Morlok

Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Grit Paulussen als Putzi und Florian Thunemann als Nick (vorne), Hermann J. Kogler als George und Heike Trinker als Martha. Foto: Christoph Morlok Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Grit Paulussen als Putzi und Florian Thunemann als Nick (vorne), Hermann J. Kogler als George und Heike Trinker als Martha. Foto: Christoph Morlok

Der Westallgäuer schreibt

Boshaft bis zur Erschöpfung

Premiere: Die Festspiele Wangen inszenieren eine verbale Schlacht auf der Freilichtbühne

VON INGRID GROHE

Was für ein Gemetzel. George und Martha führen Krieg. Seit Jahrzehnten. Sie beleidigen einander, sie spotten, sie schrecken vor keiner Beschimpfung zurück, um einander zu verletzen. Die kurzen Pausen der Entspannung in ihrer offenen immer währenden Schlacht nutzen sie, um die nächste Attacke vorzubereiten - und dann umso tiefere Wunden zu schlagen. Nein, blutig wird es nicht in Edward Albees Stück „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“, das die Festspiele Wangen als Abendstück zeigen, aber ein enormes Arsenal verbaler Warfen beweist hier schauerliche Zerstörungskraft. Für die Premiere im Zunftwinkel erntete das Ensemble um Regisseur Tobias Materna viel Applaus.

Vor den Augen der Zuschauer tun sich Abgründe auf. Abgründe, in denen sich in langen Ehejahren Verachtung, zerstörte Illusionen, unerfüllte Wünsche, und vor allem Lebenslügen angesammelt haben. Das scharfe Schwert der Worte führen George und Martha bis zur Erschöpfung. Nicht allein, um den anderen zu vernichten- ihr mit reichlich Spirituosen befeuertes Duell dient auch der Unterhaltung. Womit sonst soll das alternde Akademiker-Ehepaar den Tag, die verbleibenden Jahre, die schal gewordene Verbindung füllen? Es ist ein Spiel geworden - und weil das vielfach gespielte Spiel allmählich langweilig wird, braucht es Würze.
Darum lädt Martha das junge Paar Nick und Putzi ein. Weil Demütigungen vor Publikum besser zünden. „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" ist ein böses Stück. Während die beiden Jüngeren in dieser Vierer-Konstellation noch eine Art Fassade mühsam schützen, reißen George und Martha lustvoll und zielstrebig alle Dämme ein. Sie treffen jede empfindliche Stelle, entlarven jeden Schwindel. Angriff als effektivstes Mittel der Verteidigung? Nicht nur. Neben schreiendem Zynismus und beißendem Spott hat Albee auch feine Zwischentöne in seinen Theatertext eingebaut. Töne, die nach Sehnsucht klingen, nach Trauer, in kurzen Augenblicken sogar nach Liebe - für die dieses vom Leben enttäuschte Paar keinen Ausdruck findet. Weil sie den Blick in den Spiegel scheuen, halten George und Martha anderen den Spiegel vor - um ihn im nächsten Moment auf den Boden zu knallen und in tausend Stücke zerspringen zu sehen. „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ ist ein Psychodrama erster Güte. Bei diesem Kammerstück auf einer Freilichtbühne Dichte zu erzeugen und die Konzentration zu halten gelingt bei der Premiere erst im Laufe des Abends. Der erste Teil wirkt wie Warmlaufen. Witzige Momente, die der mit Ironie gespickte Text auch hergibt, bieten Verschnaufpausen im Kreuzfeuer der Beschimpfungen. Doch leider verwischen komödienhafte Momente die Nuancen und emotionalen Intervalle. Die ansatzweise lächerliche Kleidung des jungen Paars und die etwas überzeichnete Putzi lenken ab von all der Bitterkeit, die im ganzen Stück mitschwingt - als wolle man solche Bitterkeit den Zusehern nicht zumuten.

Was das Stück hergibt und das Ensemble draufhat, wird nach der Pause deutlich. Das Spiel entwickelt jene Intensität, die Theater nicht nur zum Erlebnis, sondern zu einem Gewinn macht. Die den Zuseher packt und nicht mehr loslässt, weil er mitfühlen, mitleiden muss, der Raserei auf der Bühne nicht ausweichen kann. Unter den engagiert spielenden Darstellern ist Hermann J. Kogler hervorzuheben, der die Vielschichtigkeit seiner Figur mit glaubhafter Selbstverständlichkeit herausarbeitet. Beachtlich auch das von Jan Hendrick Neidert und Erwin Hecker geschaffene wirkungsvolle aus 2500 Gläsern bestehende Bühnenbild.

Hermann J.Kogler und Heike Trinker als George und Martha in - Wer hat Angst vor Virginia Woolf - der Festspiele Wangen im Allgäu

Hermann J.Kogler und Heike Trinker als George und Martha in - Wer hat Angst vor Virginia Woolf - der Festspiele Wangen im Allgäu



Die Festspiele Wangen vor dem Start

Kinderfestsonntag: In einer der Hallen in der ERBA klebt Erwin Hecker, Bühnenbildner bei den Festspielen Wangen, gemeinsam mit seiner Tochter Gala über 1000 Gläser an eine Plexiglaswand. Wenn er fertig ist, wird er insgesamt 3000 Gläser verbaut haben. Sie sind in Wahrheit aus Plastik und kommen von einem örtlichen Unternehmen.
Die Wand aus Glas – wie es scheint – wird im Stück „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ die hintere Bühnenwand darstellen. Die Idee und Konzeption dafür von Jan Hendrik Neidert, der schon im vergangenen Jahr in „Der Vorname“ für das Bühnenbild der Festspiele Wangen verantwortlich war. Die Idee spielt mit der Zerbrechlichkeit von Glück ebenso wie mit der Überlegung, ob die Beteiligten all diese Gläser leergetrunken haben.

Das Ensemble probt täglich außer sonntags acht Stunden im Zunftwinkel – und das seit Ende Mai. Mal ist es die „Virginia“, mal ist es „Das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler, an dem das Team um Regisseur und künstlerischen Leiter Tobias Materna und seinem Kollegen Michael Götz feilt. Kurz vor der Premiere waren die Akteure auch immer wieder in eigener Sache werbend unterwegs.

Am Samstag winkten sie den Wangenern vom Festwagen fröhlich als Geister zu – die vorausfahrende Knatterkiste steuerte eine höchst vergnügte Diana Leist-Keller, die auch in diesem Jahr wieder in Monate langer Arbeit Kostüme für beide Stücke gesucht, entworfen und gefertigt hat und das gesamte Kostümbild verantwortet. Und in der Stadtbuchhandlung traten die Schauspieler zweimal zum Vergnügen ihrer Zuhörer mit einer Lesung aus dem „kleinen Gespenst“ auf.

Doch nun sind sie komplett fokussiert auf die Premiere von „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“. Heike Trinker gibt mit ihrer roten Mähne einen alkoholisierten Vamp. Ihr Mann George, dargestellt von Hermann J.Kogler, ist der gebildete, jedoch müde, verärgerte und nicht minder angetrunkene Gegenspieler. Zwischen diesen beiden finden sich Nick, verkörpert von Florian Thunemann, und Putzi, Grit Paulussen, wieder. Gesellschaftsspiele im übertragenen Sinne spielen alle vier miteinander – und dabei geht es verbal und handgreiflich zur Sache.

Einen kleinen Eindruck von dem, was da zu sehen sein wird, haben jüngst Mitglieder des Wangener Wirtschaftskreises bekommen. Sie konnten eine gute Viertelstunde lang den Anfang des Stücks sehen. Das Echo war durchweg äußerst positiv. Ein Zuschauer sagte: „Man war sofort drin im Stück, es kam überhaupt nicht gekünstelt rüber.“ Tobias Materna, der die Virginia inszeniert, war darüber ebenso erfreut wie seine Kollegen. „Das geht natürlich runter wie Öl“, sagte er. Ein anderer Zuseher war überrascht, wie gut alles zu verstehen war, obwohl die Schauspieler im Zunftwinkel ohne jede Verstärkung arbeiten.

Die Zuschauer nahmen zudem einige wissenswerte Dinge über das Theater und die Festspiele Wangen mit. Zum Beispiel, dass jede Eintrittskarte für einen Erwachsenen eigentlich 75 Euro kosten müsste. Doch Zuschüsse vom Land Baden-Württemberg, der Stadt Wangen sowie vieler Sponsoren – Privatpersonen ebenso wie Unternehmen und Stiftungen – ermöglichen es, dass die Festspiele Wangen seit Jahren mit 25 Euro im Abendstück bezahlbare Preise bieten können. Klarer Fall – ohne Sponsoring wären die Festspiele Wangen nicht denkbar, und es ist jedes Jahr für den Verein eine große Herausforderung, die Gelder einzuwerben. „Wir haben diese Unterstützung von der öffentlichen Hand für Theater nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Großbritannien, Frankreich oder Spanien ist es wesentlich teurer, Theater zu besuchen“, sagte Materna. Nicht zuletzt ermöglicht diese Unterstützung, die Qualität des Theaters zu halten.

Zum hohen Anspruch der Festspiele Wangen gehört auch, dass sie in diesem Jahr erstmals zu den beiden Hauptstücken und dem von eigenen Akteuren aufgelegten Zusatzprogramm eine fremde Produktion präsentieren: „Der alte König in seinem Exil“ nach dem Roman-Bestseller von Arno Geiger, inszeniert von der Vorarlberger Regisseurin Brigitta Soraperra. An drei Abenden ist dieses Erzähltheater mit Musik zu sehen. Das Stück lief mit sehr großem Erfolg in Vorarlberg.
Mit großer Vorfreude blickt der Vorsitzende des Vereins Festspiele Wangen e.V., Manfred Wolfrum, wenige Tage vor der Premiere von „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ am Donnerstag, 28. Juli 2016, auf das Programm für den Festspielsommer. „Das ganze Team macht tolle Arbeit. Ich bin sicher, dass dem Publikum unser Programm sehr gut gefallen wird.“

Info: Karten gibt es noch für fast alle Aufführungen. Dennoch empfiehlt es sich bald zu buchen, denn die Plätze sind nummeriert. Karten gibt es bei den Vorverkaufsstellen in der Region, beim Gästeamt Wangen, Bindstraße 10, 88239 Wangen im Allgäu, Telefonnummer 07522 / 74-211, Fax 07522 / 74-214, tourist@wangen.de, oder im Internet über www.reservix.de und www.festspiele-wangen.de

Festspiele Wangen präsentieren weitere Events

Die Festspiele Wangen zeigen

„Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger

als Erzähltheater mit Live-Musik am Sonntag, 14. August, Mittwoch, 17. August, und Sonntag, 21. August, jeweils um 19 Uhr in der Häge-Schmiede.

Nach dem großen Erfolg im In- und Ausland hat Arno Geigers autobiografisches Buch „Der alte König in seinem Exil“, erschienen im Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, seinen Weg auf die Theaterbühnen gefunden. Der Vorarlberger Autor erzählt darin die berührende Geschichte von seinem Vater August Geiger, dem die Erinnerungen durch seine Alzheimer-Krankheit langsam abhandenkommen.

Brigitta Soraperras Inszenierung des Romans als Erzähltheater mit Musik ist jetzt in Wangen zu sehen. Hanno Dreher, Schauspieler beim Theater Karussell, leiht Vater und Sohn Geiger seine Stimme, Arno Oehri, Gründer und Musiker der Liechtensteiner Formation Klanglabor, unterstützen ihn mit einem bestrickenden Soundtrack. Ein Vorarlberger Männergesangsensemble verankert das „Textkonzert“ auf originelle Weise in Arno Geigers Heimat.

Schon einmal erfolgreich im vergangenen Jahr spielte Florian Thunemann mit seinem

„2PersonenOrchester“ kleineReise

bei den Festspielen Wangen. Jetzt kommt er mit seiner Partnerin Katharina Uhland am Sonntag, 14. August, 20 Uhr ins Farny Hotel. Beide haben seit ihrer gemeinsamen Zeit auf der Schauspielschule alle Formen der Zweisamkeit erprobt. Das Musizieren hat sich bewährt, wie sie finden. So pur wie ihre Geschichten ist auch ihre Musik. Sie erzählen von Liebe und von Beziehung, vom Leben und von leben lassen. Ihr Überlebenstrick für die Wirren dessen, was sich Leben nennt, ist der Humor.

Eigens für die Festspiele Wangen hat Stephan Ignaz das Programm

„Désastre Deluxe – Chansons und humoristische Betrachtungen zu den Katastrophen des Lebens“

geschrieben. Gemeinsam mit dem Pianisten Frank Rosenberger präsentiert er am Mittwoch, 17. August, um 20 Uhr im Farny Hotel in Kißlegg-Dürren und am Mittwoch, 24. August, um 20 Uhr in der Häge-Schmiede. Stephan Ignaz überreicht einen bunten Strauß mit Chansons von persönlichen Apokalypsen und globaler Erkältung. Im entscheidenden Moment bleibt die wankelmütige Katastrophe lieber zu Hause in der Wanne bei Wein und Kerzenschein. Zu hören sind Lieder von Kreisler und Hollaender & Co.!

„Von und zu Mozart – Wolfgang Amadeus Mozart in Ton und Text“

präsentieren Anna Gütter (Sopran), Tobias Materna (Lesung) und Dominik Tremel (Piano) am Donnerstag, 18. August, um 20 Uhr im Farny Hotel, Kißlegg-Dürren, und am Dienstag, 23. August, um 20 Uhr in der Häge-Schmiede. Wolfgang Amadeus Mozart hinterließ nicht nur großartige Musik, sondern auch jede Menge Geschriebenes. Neben einigen seiner bekanntesten Arien und Liedern werden auch Texte von ihm und seinen Zeitgenossen zu hören sein. Berührend und humorvoll wie seine Musik, bisweilen auch derb und albern, sind beispielsweise seine berühmt-berüchtigten Briefe an die Cousine, sein „Bäsle“, die an solch‘ einem Abend nicht fehlen dürfen.

16 Kinder und junge Leute wollen im „kleinen Gespenst“ mitspielen

Ein begeisterter Regisseur Michael Götz und ein bestens gelaunter Künstlerischer Leiter Tobias Materna haben beim Kinder-Casting der Festspiele Wangen am Freitag viele tolle Bewerber gesehen.

16 Kinder und junge Erwachsene im Alter zwischen 10 und 22 Jahren hatten sich zum Casting in der Häge-Schmiede getroffen. Nach wenigen Minuten war die Spannung abgefallen, ein Verdienst von Michael Götz, der im Familienstück „Das kleine Gespenst“ Regie führt und jetzt das Casting leitete. Nach einer kurzen Vorstellung und ein paar Worten zu den bevorstehenden Aufgaben, ließ der gebürtige Würzburger die Kinder und jungen Erwachsenen zu Wort kommen. Ergebnis: Eine ganze Reihe „alter Hasen“ sind mit dabei.

Dann hieß es aufstehen, die Tische ein wenig zur Seite schieben und Spiele spielen. Gar nicht so einfach, wenn man seinen eigenen Namen rufen, aber auf eine andere Person zeigen soll. Und ebenso schwierig: Jemandem ein Schimpfwort entgegenschleudern, den man gar nicht kennt. Und weil Götz die jungen Leute richtig fordern wollte, ließ er sie das Tempo anziehen und die Schimpfwörterrunde mit der Namerunde zu mischen – Riesengelächter bei allen Mitmachenden.

Noch zwei weitere Spiele und dann hatte der Regisseur genug gesehen und gehört. „Wir werden bald von uns hören lassen“, sagte Götz und verabschiedete die jüngeren Schauspielbewerber. Jene über 14 Jahren versammelten sich noch einmal am großen Tisch. „Ich möchte Eure Stimme hören“, sagte der Regisseur und gab ihnen eine kurze Szene mit verteilten Rollen zu lesen.

Nachdem auch diese Gruppe gegangen war, zeigte sich Götz sehr zufrieden. „Da waren viele sehr gute junge Leute dabei“, sagte er. Die jungen Schauspieler sollen auf jeden Fall als Schulklasse auftreten. In nächster Zeit wird er sich mit Tobias Materna an die weiteren Planungen machen und dann werden sich die Festspiele Wangen wieder bei den jungen Leuten melden.

Michael Götz mit den jungen Bewerbern

Männer gesucht

Für das Familienstück „Das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler werden noch weitere Laienschauspieler gesucht. „Wir suchen Männer“, sagt Götz und hat deshalb auf den kommenden Freitag, 15. April, einen weiteren Casting-Termin angesetzt. Beginn ist um 18 Uhr in der Häge-Schmiede. Die Rollen sind Feuerwehrmänner, Polizisten und Marktpersonal. Am liebsten hätte Götz aus dramaturgischen Gründen Männer ab etwa 40 Jahren für diese Rollen. Die gute Nachricht: „Text ist keine Bedingung.“ Wer also gerne mitspielen würde, aber fürs Textlernen keine Zeit oder keine Lust hat, der kann sich gerne melden. Da alle Rollen doppelt besetzt werden sollen, ist auch der Zeitaufwand während der Aufführungen im August überschaubar. „ Deluxe wäre es, wenn der eine oder andere Bewerber ein Blasinstrument spielen würde“, sagte Götz. „Aber auch das ist nicht Bedingung.“

Die Festspiele Wangen zeigen:

Am Abend:
WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF?

Von Edward Albee, Regie: Tobias Materna

Für Familien:
DAS KLEINE GESPENST

von Otfried Preußler, Regie: Michael Götz

Im Rahmenprogramm:
DER ALTE KÖNIG IN SEINEM EXIL

Erzähltheater nach Arno Geigers gleichnamigem Roman,

Regie: Brigitta Soraperra

Künstlerische Leitung

Mit Tobias Materna haben wir einen erfahrenen und ausgezeichneten künstlerischen Leiter und Regisseur für die Festspielsaison 2016 verpflichten können. Mit den letztjährigen Inszenierungen hat Materna sich ja als künstlerischer Leiter der Festspiele Wangen bereits bewiesen. Wir können also gespannt sein auf die vor uns liegende Spielsaison 2016

Die Schauspieler

Heike Trinker bei der Pressekonferenz in Wangen

Heike Trinker – Martha – bekannt aus vielen Fernsehfilmen von SOKO bis Wilsberg

Elisabeth Ebner-Schneider Schauspielerin der Festspiele Wangen

Elisabeth Ebner-Schneider – Schauspielerin der Festspiele Wangen seit der ersten Stunde. Bekannt in Wangen als Pipi Langstrumpf sowie als Kater Findus, als Elisabeth in "der Vorname" sowie als Magd in Amphitryon.

Hermann J. Kogler

Hermann J. Kogler – George – bekannt in Wangen aus der ersten Festspielproduktion als Amphitryon

Grit Paulussen

Grit Paulusssen – bei den Festspielen Wangen 2015 als Anna in der DER VORNAME

Florian Thunemann
Florian Thunemann – bei den Festspielen Wangen 2015 als Vincent in der DER VORNAME und als Pettersson in FINDUS UND PETTERSSON. Außerdem spielte er mit seinem „2PersonenOrchester kleineReise“

Stephan Ignaz

Stephan Ignaz – bei den Festspielen Wangen 2015 als Claude in DER VORNAME und a ls Oberhenne Prillan in PETTERSSON UND FINDUS. Außerdem war er in einer Lesung mit Tobias Materna zu sehen: KL – GESPRÄCH ÜBER DIE UNSTERBLICHKEIT sowie in dem Liederabend WÜNSCH DIR WAS! – KONZERT À LA CARTE


Die Bühnenbilder:
WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF?
Jan Hendrik Neidert (Konzept),
Erwin Hecker (Umsetzung)

DAS KLEINE GESPENST
Erwin Hecker (Konzept und Umsetzung)

Kostüme für beide Stücke:
Konzeption und Umsetzung: Diana Leist-Keller