Volpone. Der Fuchs

„Volpone. Der Fuchs“ ist eine in Italien angesiedelte Komödie um die Habgier des Menschen. Die Hauptfigur heißt nicht nur Volpone, was im Italienischen Fuchs bedeutet, er verhält sich auch so. Und er verleitet mit seinem Diener Mosca, was für Fliege steht, eine Reihe wohlhabender Männer, ihm kostbare Geschenke zu machen. Volpone und Mosca amüsieren sich über ihre Tricks mindestens so sehr wie sie sich letztlich über die angehäuften Werte freuen. Volpone fängt sich jedoch schließlich selber in der Schlinge, als er Mosca zu seinem Erben einsetzt und sich selber für tot erklären lässt. Mosca macht Ernst und eignet sich das Vermögen seines Herrn an, der aber schließlich lieber sich selber des Betrugs bezichtigt als Mosca sein Erbe zu überlassen. Mit dem Geständnis geht allerdings auch der gesellschaftliche Absturz Volpones einher. Verwoben ist die Geschichte mit einem Rechtsanwalt, einem Kaufmann und einem Geizhals, die alles tun, um sich Volpones Gunst zu sichern. Dabei ist ihnen fast jedes Mittel recht: Der Geizhals geht sogar so weit, seine junge Frau Celia zum Ehebruch mit Volpone zu zwingen. Doch ganz so weit kommt es dann doch nicht: Der Sohn des Geizhalses kann das gerade noch verhindern.
Jonsons Komödie wurde 1605 erstmals im Globe Theatre in London aufgeführt und ist eins seiner erfolgreichen Werke. Die Geschichte mag alt sein, doch liest sich Manches davon wie eine verhängnisvolle Affäre der Neuzeit. Peter Raffalt, Künstlerischer Leiter auch im Sommer 2018, steht erwiesenermaßen dafür, dass die Geschichte jeden Staub der Renaissance abschüttelt und dem Publikum des 21. Jahrhunderts etwas zu sagen hat.
historischer Stich
Eine Illustration für eine Publikation von 1898 "Volpone" von Aubrey Beardsley

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